Wassertipps Baby&Familie
Auf jeder Packung Säuglingsnahrung steht: mit Wasser zubereiten.
Aber ist das Wasser aus Ihrem Hahn dafür geeignet?
Die Antwort steht in der Trinkwasseranalyse Ihres Versorgers – einem PDF voller Zahlen, Grenzwerte und Fachbegriffe. Selbst wer es findet, weiß hinterher oft nicht, was die Werte für das eigene Kind bedeuten. Genau hier setzt Wassertipps Baby&Familie an.
Eine vollständige Neuentwicklung
Wir haben diese App völlig neu entwickelt, mit Blick auf die Dinge, die für junge Familien gesundheitlich relevant sind. Die Wasserhärte kommt mit einem späteren Update zurück – dann ebenfalls aus dem Blickwinkel junger Familien. Denn sie spielt eine Rolle, sobald es um Enthärtungsanlagen und Filterkannen geht, die beide bei der Zubereitung von Säuglingsnahrung ihre Tücken haben.
So funktioniert die App
Standort ermitteln
Die App bestimmt Ihr Wasserversorgungsgebiet – straßengenau, nicht nur nach Postleitzahl. Das ist wichtig, weil in vielen Städten je nach Stadtteil Wasser aus unterschiedlichen Quellen kommt.
Werte anzeigen
Sie sehen die aktuellen Nitrat- und Natriumwerte, so wie sie Ihr Wasserversorger veröffentlicht hat.
Punktgenau für Ihren Wohnort.
Einordnung verstehen
Die App sagt Ihnen klar, was der Wert bedeutet – und ob Sie etwas tun müssen oder nicht. Weitere wichtige Wasserwerte kommen bei den nächsten Updates dazu.
Warum zunächst Nitrat und Natrium?
Für Erwachsene ist deutsches Leitungswasser im gesetzlichen Rahmen unbedenklich. Bei Säuglingen gelten aber strengere Empfehlungen – vor allem im ersten Lebenshalbjahr, wenn Fläschchennahrung mit Leitungswasser zubereitet wird und das Wasser praktisch die einzige Flüssigkeitsquelle ist.
Nitrat stammt überwiegend aus der Landwirtschaft und unterscheidet sich regional stark. Für die Zubereitung von Säuglingsnahrung wird ein Wert unter 10 mg/l empfohlen – deutlich unter dem gesetzlichen Grenzwert von 50 mg/l.
Natrium ist der zweite Bestandteil von Kochsalz. Säuglingsnieren können Salz noch nicht gut ausscheiden, deshalb liegt die Empfehlung hier bei höchstens 20 mg/l.
Beide Werte behalten Sie mit der App im Blick, ohne selbst rechnen oder recherchieren zu müssen.
Was die App sonst noch bietet
Neben den beiden Wasserwerten und ihrer Einordnung finden Sie in Wassertipps Baby&Familie weitere Informationen rund um die ersten Lebensmonate:
- Praktische Tipps zur Zubereitung von Fläschchennahrung
- Ernährung in der Schwangerschaft und Stillzeit
- Stillen oder Fläschchen – wertfrei erklärt, beide Wege
- Beikost: wann, womit, worauf achten
- Wachstum und Gewicht: was Perzentilen wirklich aussagen
- Antworten auf häufige Irrtümer – zum Beispiel: Abkochen entfernt kein Nitrat
- Warum nitratreiches Gemüse wie Spinat für Ihr Kind kein Problem ist
Auf offiziellen Empfehlungen aufgebaut
Die Bewertungen in der App folgen den Vorgaben der Trinkwasserverordnung und den Empfehlungen des Bundesinstituts für Risikobewertung. Darüber hinaus berücksichtigen wir den aktuellen Stand der Forschung. Dazu gehört insbesondere die inzwischen gut belegte Erkenntnis, dass es einen Unterschied macht, aus welcher Quelle das aufgenommene Nitrat stammt.
Es sind in den letzten Jahren mehrere Studien veröffentlicht worden, die einen direkten Zusammenhang von der Aufnahme von Nitrat im Trinkwasser und der Entstehung von Darmkrebs nachgewiesen haben aber gleichzeitig keinerlei Zusammenhang mit Nitrat in Gemüse und Salat finden konnten. Auch wenn hier noch weitere Forschung nötig ist, kann hier aktuell von einer leichten Entwarnung gesprochen werden, wohingegen sich beim Trinkwasser ein genauer Blick lohnt.
Alle Quellen dazu sind in der App verlinkt.
Kosten
Die Werte für den Ort, an dem Sie die App installieren, sind dauerhaft kostenlos, ohne Registrierung und ohne versteckte Kosten. Später werden sich zusätzliche Orte freischalten lassen, was etwa im Urlaub oder bei Besuchen in der Familie nützlich ist.
Ebenfalls in Vorbereitung ist ein Rechner, der die tägliche Flüssigkeitsaufnahme und damit einhergehend die Nitrat- und Natriumaufnahme abhängig von Alter und Körpergewicht ermittelt, aufbauend auf den Empfehlungen der WHO und der Deutschen Gesellschaft für Ernährung.
Häufige Fragen
Woher stammen die Werte?
Aus den veröffentlichten Trinkwasseranalysen der öffentlichen Wasserversorger, die wir laufend auswerten, prüfen und bei Bedarf aktualisieren. Private Hausbrunnen und andere Eigenversorger sind nicht enthalten, da deren Wasser nicht regelmäßig kontrolliert und veröffentlicht wird.
Wie aktuell sind die Daten?
Die Wasserversorger veröffentlichen ihre Analysen mindestens einmal jährlich. Die Werte in der App sind Momentaufnahmen. Bei Versorgern, die Wasser aus mehreren Quellen mischen, können sie im Jahresverlauf schwanken. In der App sehen Sie, wann die Daten für Ihren Ort zuletzt von uns aktualisiert wurden.
Ersetzt die App eine eigene Wasseranalyse?
Nein. Die App zeigt die Werte, die Ihr Versorger an das Netz abgibt. Was in Ihrer Hausinstallation geschieht, lässt sich damit nicht abbilden.
Was ist mit Blei und Kupfer?
Diese entstehen überwiegend in der Hausinstallation, also hinter dem Punkt, bis zu dem der Versorger misst. Aus diesem Grund können wir sie nicht anzeigen. In der App erklären wir, worauf Sie stattdessen achten können, beispielsweise darauf, Stagnationswasser vor der Entnahme ablaufen zu lassen. Bei einem Altbau mit unklarer Leitungsführung ist eine eigene Analyse ratsam.
Ist die App auch für Österreich und die Schweiz verfügbar?
Aktuell ist die App in Deutschland, Österreich, der Schweiz und Liechtenstein verfügbar. Wir werden aber mit den nächsten Updates weitere Länder frei schalten.

