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Der gesetzlich festgelegte Grenzwert für Nitrat im Trinkwasser liegt bei 50 mg/l1.

Für Babynahrung sollte der Nitratwert maximal 10 mg/l betragen2.

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Auf einen Blick die Wasserhärte und der Nitratwert Ihres Trinkwassers

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Nitratwerte:

0 - 10 mg/l
10,1 - 25 mg/l
25,1 - 50 mg/l

Wasserhärte

Weich, 0 - 8,4 °dH (<1,5 mmol/l)
Mittel, 8,4-14 °dH (1,5-2,5 mmol/l)
Hart,  über 14 °dH (> 2,5 mmol/l)

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Individuell für den Nitratwert...

Gesundheitliche Risiken für Säuglinge

Der aktuelle Grenzwert für Nitrat im Trinkwasser liegt laut der deutschen und österreichischen Trinkwasserverordnung bei 50 mg/l, nach der schweizerischen Gewässerschutzverordnung bei 25 mg/l.

Dieser Grenzwert muss von den Wasserversorgern verpflichtend eingehalten werden. Im Jahre 1986 hatte das deutsche Bundesgesundheitsamt empfohlen, für die Zubereitung von Säuglingsnahrung einen Nitratgrenzwert von 10mg/l im Trinkwasser nicht zu überschreiten.

Viele Böden sind heute arm an Stickstoff und werden deshalb in der Landwirtschaft mit Gülle und stickstoffhaltigen Salzen gedüngt. Durch Nitrifikation entsteht im Boden unter Mitwirkung von Bakterien aus Ammoniumionen (NH4+) über die Zwischenstufe Nitrit das Nitrat.

Die Ursachen für gesundheitliche Risiken hängen laut BfR (Bundesinstitut für Risikobewertung) u.a. damit zusammen, dass Nitrat im Körper zu Nitrit umgewandelt werden kann, auf das junge Säuglinge besonders empfindlich reagieren.

Bei ihnen kann der Blutfarbstoff Hämoglobin besonders leicht zu Metahämoglobin oxidiert werden und steht damit für die Sauerstoffbindung nicht mehr zur Verfügung. Es besteht die Gefahr des inneren Ersticken, zu Erkennen an einer violetten bis bläulichen Verfärbung der Haut, der Schleimhäute, der Lippen und der Fingernägel. Besonders Säuglinge bis zum 6. Monat sind anfällig für diese Säuglings-Blausucht.

Ausserdem können aus Nitrit wiederum Nitrosamine gebildet werden, die sich in Tierversuchen als Krebs auslösend erwiesen haben, was auch für Erwachsene eine nicht zu unterschätzende Gefahr darstellt.

Eine aktuelle Studie um Dr. Jörg Schullehner von der Universität Aarhus in Dänemark mit ca. 1,7 Millionen Teilnehmern über einen Zeitraum von über 30 Jahren (1978 - 2011), konnte einen direkten Zusammenhang zwischen dem Risiko an Darmkrebs zu erkranken (kolorektales Karzinom, rektales Karzinom und Dickdarmkarzinom) und dem Nitratgehalt des Trinkwassers nachweisen: So hatten die Teilnehmer, die mehr als 16 mg/l Nitrat ausgesetzt waren, ein beinahe 20 Prozent höheres Risiko für ein kolorektales Karzinom als die, die weniger als 0,7 mg/l Nitrat über das Trinkwasser aufgenommen hatten.

Ähnliches gilt für das "Kolonkarzinom" und das "Rektumkarzinom".

Sowohl für das rektale und das kolorektale Karzinom stieg das Erkrankungsrisiko signifikant ab einem Wert von über 3,87 mg Nitrat pro Liter, für das Kolonkarzinom war das ab einem Wert von 9,25 mg/l nachweisbar.

Die Studienautoren betonen, es sei besonders bedenklich, dass ein Risikoanstieg bereits bei Nitratkonzentrationen zu verzeichnen war, die deutlich unter den gesetzlich vorgeschriebenen Grenzwerten liegen. Dem kann in diesem Zusammenhang noch hinzu gefügt werden, dass die Nitratkonzentrationen des Trinkwassers in Dänemark im Studienzeitraum noch einmal deutlich unter denen in Deutschland, Österreich oder der Schweiz liegen.

Die Autoren betonen, dass ihre Studie, wie auch andere Studien, die zu ähnlichen Ergebnissen geführt haben, eine Diskussion über die Reduzierung der Trinkwassergrenzwerte rechtfertigen.

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Verteilung der Nitratwerte in Deutschland 3

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  • 1: Der aktuelle Grenzwert für Nitrat im Trinkwasser liegt laut der deutschen Trinkwasserverordnung bei 50 mg/l, nach der schweizerischen Gewässerschutzverordnung bei 25 mg/l. In Österreich liegt der Grenzwert für Nitrat laut Trinkwasserverordnung ebenfalls bei 50 mg/l, allerdings ist hier die Bedingung [NO3−]/50 + [NO2−]/3 ≤ 1 einzuhalten (bei den Werten in den eckigen Klammern wird mit Konzentrationen in mg/l gerechnet).Wässer, die diesen Grenzwert überschreiten, werden von Wasserversorgern oft mit nitratärmerem Wasser vermischt, um den Grenzwert einzuhalten (wikipedia.de).
  • 2: Im Jahre 1986 hatte das deutsche Bundesgesundheitsamt empfohlen, für die Zubereitung von Säuglingsnahrung einen Nitratgrenzwert von 10mg/l im Trinkwasser nicht zu überschreiten. Im Jahr 2004 wurde diese Empfehlung dann offiziell festgelegt, dass eine tägliche Aufnahme von 13mg/l Nitrat der von der Weltgesundheitsorganisation WHO festgelegten 'lebenslang gesundheitlich duldbaren Exposition(ADI-Wert)' für einen gesunden Erwachsenen entspricht. Das Bundesamt für Risikobewertung (BfR) geht davon aus, dass bei 12 Monate alten Kindern, die nur 100g Gemüse als Beikost verzehren, bei einer Nitrataufnahme von 10 mg/l Wasser (für ein Kind mit seiner Altersgruppe entsprechendem durchschnittlichen Körpergewicht) und einer Höchstmenge von 150 mg Nitrat/kg in der Beikost der ADI-Wert von 3,7 mg/kg KG nicht überschritten wird. (Stellungnahme des Bundesamtes für Risikobewertung BfR aus dem Jahr 2003).
  • 3: Stand Dezember 2017. Als Basis dienen die Postleitzahlbereiche, die den erfassten Wasserversorgungsgebieten der Städte und Gemeinden zuzuordnen sind. Die Zuweisung der Einwohnerzahlen zu jedem einzelnen Postleitzahlengebiet beruht auf den amtlichen Rasterdaten aus der Volkszählung Zensus im Jahr 2011. Die Daten wurden von suche-postleitzahl.org auf Basis von Openstreetmap Datenmaterial zusammengestellt und stehen unter der Open Database Licence.
  • 4: Nitrat im Trinkwasser erhöht Darmkrebs-Gefahr
  • 5: Nitrate in Public Water Supplies and the Risk of Colon and Rectum Cancers