Auf zwei Themenbereichen basieren unsere Wassertipps-Apps:
Wasserhärte und Nitratgehalt.

Wer kennt das nicht: Eine neue Wohnung, ein neues Waschmittel, ein neuer Kaffeevollautomat. Und schon stellt sich die grundlegende Frage nach der Wasserhärte. Zum einen beeinflusst sie ggf. den Geschmack von Tee (aber auch von einigen anderen Getränken – Infos finden Sie in unseren Apps).

Zum anderen vermeidet das Wissen um die korrekte Wasserhärte bspw. eine Über- oder Unterdosierung von Waschmitteln. Eine Überdosierung ist schädlich für die Umwelt, eine Unterdosierung reinigt ggf. die Wäsche nicht gründlich und kann sogar langfristig die Maschine schädigen.

Und seien wir ehrlich, beim Dosieren wird nach Gefühl mal etwas mehr, mal etwas weniger verwendet, je nachdem wie voll die Maschine ist oder wie schmutzig die Wäsche erscheint.

Meistens allerdings zu viel, wie das Öko Institut in einer Studie für die Firma Miele1 im Jahr 2008 festgestellt hat. Die Studie ist zu dem Ergebnis gekommen, dass ein Haushalt in Deutschland jährlich durch falsche Dosierung etwa 3,5 kg Waschmittel zu viel verwendet. Und hier wurden die unterschiedlichen Wasserhärten noch nicht einmal berücksichtigt.

144 Tausend Tonnen

Soviel Waschmittel wird jedes Jahr in Deutschland
ZUVIEL verwendet und in die Umwelt entlassen1.

Die Wasserhärte kann man prinzipiell auf der Website oder telefonisch bei der zuständigen Gemeinde erfragen, beides ist erfahrungsgemäß manchmal etwas mühsam.

Aber wie sieht es bei den Eltern, Schwiegereltern, in der Ferienwohnung oder in Städten aus, bei denen die Wasserqualität stark schwankt?

Vor einigen Jahren begann außerdem die Diskussion um die Wasserqualität in Deutschland Fahrt aufzunehmen. Der Grund: Ein deutlicher Anstieg der Grundwasserbelastung durch Nitrat. Ein durchaus brisantes Thema, sowohl im ökologischen Bereich, als auch im persönlichen Alltag.

tagesschau.de: Wir haben hier eine tickende Zeitbombe

Eine Grundwasserbelastung durch Nitrat betrifft früher oder später jeden. Zum einen müssen die Wasserwerke mit immer ausgefeilteren Filtersystemen nachrüsten. Ein Kostenfaktor, der sich sicherlich negativ auf die Wasserpreise auswirken wird. Der gesetzlich festgelegte Grenzwert für Nitrat im Trinkwasser von 50 mg/l2 wird in manchen Gemeinde bereits erreicht, trotz Wasseraufbereitung.

Zum anderen kann eine längerfristig zu hohe Aufnahme von Nitrat im Trinkwasser, aber auch durch Lebensmittel wie bspw. verschiedenen Gemüsesorten, zu gesundheitlichen Problemen und Erkrankungen führen.

Verschiedene Studien aus Europa und den USA haben in den letzten Jahren einen direkten Zusammenhang zwischen einem erhöhten Nitratgehalt im Trinkwasser und verschiedenen Darmkrebsarten, aber auch Krebserkrankungen der Blase, der Eierstöcke, der Nieren und der Schilddrüse festgestellt.3

Andere Studien konnten einen direkten Zusammenhang von kindlichen Fehlbildungen (Gaumenspalten und Spina bifida) feststellen, wenn die Mütter während der Schwangerschaft nitrathaltiges Trinkwasser zu sich genommen haben. Besonders bemerkenswert bei vielen Studien war die relativ niedrige Nitratmenge, die bereits zu einer Zunahme der Erkrankungen geführt hat.4

Wenn Sie mehr darüber wissen wollen, finden Sie weitere Informationen auf unserer Studienseite oder in unseren Apps.

Beide Themen veranlassten uns zu umfangreichen Recherchen und Wasserwert-Abfragen. Dabei stellten wir fest, dass es keine frei verfügbare, umfassende, geografisch genaue und aktuelle Datensammlung zur Wasserhärte und dem Nitratgehalt in Deutschland gab. Die vorhandenen Lösungen sind ungenau und selten aktuell, bedingt durch die Art der Datenermittlung und Zuordnung (freiwillige Eintragung der heimischen Wasserhärte und Lokalisierung über die Postleitzahl des Ortes). Außerdem umfassen sie nur wenige (größere) Städte.

Da sich die Wasserversorger nur selten an Postleitzahlgrenzen orientieren, sondern vor allen Dingen örtliche Gegebenheiten (unterschiedliche Höhenlagen, Flüsse, Eisenbahnlinien, große Straßen) bei der Aufteilung ihrer Versorgungszonen berücksichtigen müssen, macht eine ausschließliche Zuordnung nach Postleitzahlen keinen Sinn.

Wenn Sie Genaueres dazu wissen wollen und wie wir statt dessen vorgegangen sind, schauen Sie sich die Seite Daten an.

Alle unsere Apps beinhalten bereits in der kostenlosen Basisversion standortbasiert die Anzeige der Wasserhärte und des Nitratgehalts, sowie allgemeine Informationen zum Thema Wasser.