Unsere WIB Initiative

In den vergangenen Jahren ist die Belastung des Grundwassers durch Nitrat trotz der Warnungen der Wasserversorger und Umweltverbände immer weiter angestiegen. Im letzten Nitratbericht der Bundesregierung aus dem Jahr 2016 wurden in den Jahren 2011-2014 in über 28% Grundwasserproben Nitratwerte über den erlaubten 50mg/l gemessen1. Gegenüber den Vorjahren konnte keinerlei Verbesserung gesehen werden. Aktuelle Untersuchungen der Wasserversorger gehen davon aus, dass in naher Zukunft der Wert sogar deutlich nach oben gehen wird. An bis zu 38% aller Messstellen werden Nitratwerte gemessen, die deutlich bis zu einem mehrfachen über dem erlaubten Höchstwert von 50mg/l liegen. Da die Messstellen bewusst in der Nähe der Trinkwasserbrunnen liegen, ist davon auszugehen, dass die erhöhten Nitratwerte bald auch im Trinkwasser nachgewiesen werden.

Das das auch für uns gesundheitlich bedenkliche Folgen haben kann, lassen verschiedene Studien vermuten.

Die meisten Experten sind sich einig, dass der erhöhte Nitratgehalt des Grundwassers in erster Linie durch die Düngung in der konventionellen Landwirtschaft verursacht wird, sei es durch die Aufbringung von zu viel anfallender Gülle bei der Massentierhaltung oder allgemein durch Verwendung von zu großen Mengen mineralischen Stickstoffdüngers, der von den Pflanzen nicht verwertet werden kann2. Die ökologische Landwirtschaft ist hier der perfekte Gegenentwurf.
Organisch gebundener Stickstoff wird in Form von Mist oder Mistkompost und Gründüngung durch Stickstoff sammelnde Pflanzen (Leguminosen) ausgebracht. Leicht löslicher mineralischer Stickstoffdünger wird nicht verwendet. Bei der Viehhaltung ist die Menge der Tiere proportional an die Fläche der Nutzfelder gebunden. So fallen meist nicht mehr Nährstoffe durch Mist und Gülle an, als den Pflanzen auf den hofeigenen Flächen problemlos wieder zugeführt werden können. Eine Überdüngung und dadurch auftretende Belastung des Grundwassers tritt hier praktisch nicht auf.
Deshalb belastet ökologischer Landbau das Grund- und Oberflächenwasser deutlich weniger mit Nitrat als die konventionelle Landwirtschaft3

Gemeinsam mit starken und erfahrenen Partnern wollen wir Landwirte bei der Umstellung auf ökologischen Landbau unterstützen und ermutigen. Deshalb fließen 10 Cent beim Kauf jeder unserer Apps in die Wassertipps-Initiative zur Förderung der ökologischen Landwirtschaft WIB.

Wir sind aktuell in Gesprächen mit verschiedenen Organisationen und loten eine Zusammenarbeit aus. Wir werden hier in Kürze unsere/n Partner und die Projekte, die wir gemeinsam gestalten, vorstellen.